Saufen und baggern bis der Arzt kommt...
Der Name West End steht für die berüchtigte Partymeile von Sant Antoni. Meiner Meinung durchaus vergleichbar mit dem, was man so aus den einschlägigen Fernsehreportagen von der Schinkenstraße auf Mallorca kennt.
Tagsüber eine eher etwas langweilige Ecke der Stadt, entpuppen sich die zwei parallelen Fußgängerzonen des Nachts zu einem riesigen Saufgelage. Ein Pub reiht sich an den nächsten, unterbrochen von Discos mit freiem Eintritt und Fish&Chips Buden. Alles ist laut, überall wird man von Promotern vollgequatscht und von Besoffenen angerülpst. Die Bars versuchen, ihre Nachbarschaft durch Dezibel aus dem Rennen zu schmeißen, vergessen aber dabei, daß die auch ein Soundsystem haben. Alles dröhnt durcheinander. Wenn ich nachts oben reingehe, habe ich bereits die Schnauze voll, wenn ich unten wieder rauskomme.
Der einzig empfehlenswerte Punkt, den man hier nüchtern ansteuern kann, ist der Plattenshop auf halber Höhe, wo man so ziemlich alles bekommt, was auf Ibiza in den letzten Jahren so an Musik veröffentlicht wurde. Hier gibt es auch Karten für Discos und für die MTV-Parties. Wer´s so richtig deutsch mag, und ja sowieso eigentlich viel lieber diesen Sommer nach El Arenal gefahren wäre, der kommt im Pussycat am unteren Ende des West End, direkt am Club Nautico voll auf seine Kosten. Wolfgang Petry & Co. stehen auf der Playlist der DJs.
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