Buchtip:
aus dem eivassa-shop:


Reiseführer Natur
Mallorca, Menorca,
Ibiza, Formentera
klick!
Flora & Fauna

Die Tierwelt

Insekten
Der erste Kontakt, den man normalerweise mit der ibizenkischen Tierwelt macht, ist ein schrilles krächzendes Geräusch, das vom ersten Tag des Urlaubs an allgegenwärtig ist.


Affenbrotbaum
Verursacht wird es von Zikaden, drei bis vier Zentimeter grossen Käfern, die überall in den Bäumen sitzen. Will man allerdings mal eines dieser Tiere zu Gesicht bekommen, verstummt das Geräusch, bevor man auf einige Meter herankommen konnte. Nach einer kurzen Ruhepause am frühen Abend werden die Zikaden dann von den weitaus angenehmer anzuhörenden Grillen abgelöst. Weit über hundert Ameisenarten leben hier, von denen man mit Sicherheit mal die eine oder andere morgens im Müsli haben wird. Manchmal sieht man riesige Libellen und fragt sich wo die auf dieser trockenen Insel ohne Flüsse und Seen überhaupt schlüpfen konnten. Neben vielen Schmetterlingsarten, Käfern und anderen Krabbeltieren kann man vielleicht mal auf einer Wanderung eine Gottesanbeterin oder sogar die Silberspinne entdecken. Sie ist das einzige giftige Geschöpf auf den Pityusen, wirklich gefährlich ist aber auch sie nicht.

Reptilien
Es gibt auf Ibiza keine Schlangen und auch sonst kommen aus der Reptilienwelt nur zwei Vertreter vor: Der Mauergecko und die


Pytiuseneidechse
Pytiuseneidechse. Allein von ihr gibt es allerdings über dreißig verschiedene Unterarten. Jede vorgelagerte Insel und jeder Küstenabschnitt hat seine eigene Subspecies, die auch oft nach ihrer Herkunft benannt ist. So lebt zum Beispiel auf Formentera unter anderen Podarcis pityusensis formenterae und an der Cala Salada bei Sant Antoni Podarcis pityusensis calasaladensis. Echt wahr. Manche dieser kleinen Inselbewohner sind so neugierig, das sie mir beim fotografieren mehrmals hintereinander aufs Objektiv gesprungen sind.
Dem Mauergecko kann man mit etwas Glück nachts an der Hauswand, besonders gerne bei einer Lampe, bei der Jagd zusehen. Geckos gelten als Glücksbringer (und in Olivenöl eingelegt sollen sie auch Potenzsteigernd wirken - zum Glück sind sie geschützt).

Vögel
Neben einer großen Anzahl von Zugvögeln, die zu bestimmten Jahreszeiten die Insel als Stopover auf dem Weg nach Afrika benutzen, gibt es einige Arten, die ganzjährig hier leben. Am Wasser sieht man oft ganze Scharen von Möwen (besonders, wenn die Fischer vom Meer kommen) und manchmal kann man in Ufernähe Kormorane beobachten. Auf dem Lande sieht man oft Schwalben, Meisen, Sperlinge, Wachteln, Falken und mit sehr viel Glück sogar einen Fischadler. Nachts hört man in ruhigen Gegenden oft einen Kauz rufen, denn man allerdings höchstwahrscheinlich nicht zu Gesicht bekommen wird. Die interessantesten Vögel der Insel werden aber wohl die letzten Flamingos sein, die irgendwo tief in den Salinas leben. Es sind nur noch so um die zwanzig Tiere übrig, die unter strengem Schutz stehen.

Säugetiere
Wenn man von Kulturtieren wie Hunden, Katzen, Ziegen, Schafen und Eseln absieht, gibt es nicht besonders viele Säugetiere auf den Pityusen.


Podenco Ibicenko (Ca Eivissenc)
Wildtiere, denen man mit etwas Glück begegnet, sind Wiesel, Wildkaninchen oder Igel (meistens plattgefahren auf der Strasse). Eher unwahrscheinlich ist die Begegnung mit der extrem seltenen Ginsterkatze, aber die muß man als Leihe ja erstmal von den millionen sträunender Hauskatzen unterscheiden können.
Der auffälligste Vertreter der Säugetiere ist der ibizenkische Windhund, der Podenco Ibicenko oder auch Ca Eivissenc, dem unter dem Kapitel "typisch Ibiza" ein eigener Abschnitt gewidmet ist.

Meerestiere
Beim Schnorcheln sieht man eine Reihe von Fischen sehr häufig. Schirftbarsche gucken aus kleinen Höhlen hervor, Meerbrassen schwimmen in lockeren Verbänden umher, knapp unter der Oberfläche sieht man die dicklippige Meeräsche und an den Felswänden taucht hier und da mal kurz ein knallbunter Meerpfau auf. Auch Calmare und Oktopusse kann man manchmal sehen. Vorsicht vor Feuerquallen und Seeigeln, die können einem schnell den ganzen Tag versauen. Schlimmer noch ist der allerdings sehr unwahrscheinliche Tritt in ein Petermännchen, das sich im weichen Sand eingegraben hat. In diesem Fall ist dann wohl eher der ganze Urlaub vorbei. Aber keine Sorge, das kommt so gut wie nie vor. Einige interessantere Fischarten habe ich beim Schnorcheln sehr selten zu Gesicht bekommen, aber es ist nicht ausgeschlossen: kleineren Zackenbarschen, Muränen und sogar Barracudas kann man auch schon mal begegnen.
Ich rate jedem, der gerne schnorchelt, mal einen Schnupperkurs mit der Sauerstoff-Flasche zu machen. Den gibt es zum Beispiel in Sant Antoni im Diving Center Sirena für ungefähr achtzig Mark/Tag direkt im offenen Meer.

Die Pflanzenwelt

Kiefern und Pinien dominieren auf der ganzen Insel das Landschaftsbild. Dazwischen finden sich Sabinabäume, aus denen die Deckenbalken der traditionellen Fincas gewonnen werden.


Opuntien
Im Norden gibtes noch vereinzelt kleinere Eichenwälder. Im Kulturland fallen besonders die knorrigen Feigen-, Affenbrot-, Mandel- und Olivenbäume auf. In der Buschlandschaft, der Macchia, findet man rosafarbene Zistrosen, Lavendel, Thymian und Rosmarin, Disteln, wilden Fenchel und Spargel. Und überall auf der Insel sieht man die ursprünglich aus Amerika stammenden Agaven und Feigenkakteen (Opuntien), die im Spätsommer sehr leckere Früchte tragen. Vorsicht beim Essen! Anfänger haben meistens nach der ersten Kakteenfeige den Mund voller winziger Stachel.


Distel


zum Thema: Tierschutz auf Ibiza

Suchen:
  




Send-A-Friend!
Kennst Du jemanden, der sich speziell für diese Seite interessiert? Dann schick` ihm/ihr Doch kurz die URL!
HIER

Ibiza per email:
Möchtest Du über Updates dieser Website und aktuelle Ereignisse auf Ibiza per email informiert werden? Dann trag Dich in die eivissa.de-Mailingliste ein!

email-Adresse:

anmelden
abmelden

All Texts and Pictures ©2001 by Markus Holthausen | Haftungsausschluß | Feedback